Wisst ihr was ich nicht so gern mag? Schwarzleser. Leute die meine Einträge lesen, doch weder einen Kommentar darüber für mich da lassen (in Form von Kritik, Anregungen, Verbesserungsvorschlägen), noch eins der kleinen Kästchen unter dem Post ankreuzen. Ich meine, ist es so schwer mir ein kurzes Feedback zu geben? Ich sehe doch wieviele Leute meine Beiträge lesen, da könnte doch wenigstens Einer kurz angeben, wie er/sie den Beitrag fand..? Merci beaucoup, mes amis


feel the pressure

Und wieder rutsche ich ab, kann mich nirgendwo festhalten und falle tiefer und tiefer in die alten Muster hinein. Weniger Wimpern, weniger Augenbrauen, meine Finger brennen, das Nagelbett blutet schon. Ich muss damit aufhören, doch ich kann nicht. Meine besten Freundinnen geben mir Kraft, doch das reicht nicht. Es ist viel passiert in den letzten Monaten. So viel, dass ich es nicht mehr aushalte. Dass ich wieder darüber schreiben muss, ganz egal ob mir Jemand zuhört. Dass ich zu diesem Blog zurückkehre um all den Schmerz zu Papier zu bringen. Ich war verliebt, zu meinem 18ten Geburtstag habe ich mich in den Jungen verliebt, der mir zwei Jahre lang der beste Italienisch Sitznachbar war, den ich hätte haben können. Wir hatten so eine schöne Zeit. Doch ich hab's zerstört, wollte mehr, habe nicht gemerkt das er nicht so empfindet. Wir kannten das Risiko, haben uns drauf eingelassen. Und nach einem Monat war Alles wieder vorbei. Er empfände nicht so viel für mich wie ich angeblich für ihn. Es täte ihm Leid. Ich habe so sehr geweint. War so unfassbar wütend. Auf mich selbst, auf meine Dummheit, auf die Tatsache dass ich ihn nicht halten konnte. Die gemeinsame Zeit war doch so schön gewesen.

Und dann kam er, ich kannte ihn nicht, er war mir fremd, doch er war für mich da, seine Komplimente ließen mich lächeln. Er verliebte sich in mich, ich dachte, ich mich auch in ihn. Doch jetzt wird mir bewusst, nach weiteren zwei Monaten, als ich diese Person kennenlernte, dass ich sie überhaupt nicht will. Dass ich den guten Freund wieder will, den besten Sitzpartner, der mich immer zum Lachen brachte. Das bedeutet, dass ich der anderen Person wehtun muss. Weil sie mich liebt. Weil er mich liebt. Doch ich ihn nicht. Und erneut werde ich wütend. Wut über mich selbst, Wut über meine Gefühle und das Nichtbesitzen der Kontrolle über mein Leben.

Mit der Wut kommt der Druck, ich kann ihn fühlen. Langsam, packt er meinen Hals, greift danach, lässt mich leiden. Ich kann nicht atmen, will schreien, doch Niemand scheint mich zu hören. Weniger Wimpern, weniger Augenbrauen, ein Teufelskreis der niemals zu enden scheint.

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