Wisst ihr was ich nicht so gern mag? Schwarzleser. Leute die meine Einträge lesen, doch weder einen Kommentar darüber für mich da lassen (in Form von Kritik, Anregungen, Verbesserungsvorschlägen), noch eins der kleinen Kästchen unter dem Post ankreuzen. Ich meine, ist es so schwer mir ein kurzes Feedback zu geben? Ich sehe doch wieviele Leute meine Beiträge lesen, da könnte doch wenigstens Einer kurz angeben, wie er/sie den Beitrag fand..? Merci beaucoup, mes amis ♥
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01:30
Muc und Karen gingen in die Küche. Ich hinterher, wollte nicht allein sein. Wollte bei ihm Karen sein. In der Küche standen drei weitere Leute. Die beiden besten Freundinnen von Anni, Julia & Julia, und Julia's Freund. Wessen Julia? Keine Ahnung. Muc redete wirres Zeug. Er war wirklich krass betrunken. Ob er sich Morgen noch an mich erinnern würde? ''Da sagt noch einer Kiffen macht nicht blöd.'' Der Freund von Julia, mit seiner Nerdbrille und seinem blauen Schlumpf hob abfällig eine Augenbraue. Ich stellte mich vor Muc, wurde sauer. Was dachte der Typ wer er war? Hätte ich auch nur ein bisschen mehr getrunken, hätte ich ihm eine gegeben. Er sollte nicht so abfällig über Muc reden. Nicht über Muc! Eine Art Beschützerinstinkt wurde in mir geweckt. Und das obwohl ich ihn erst seit 20:00 kannte! Natürlich, Muc hatte früher viel gekifft, aber das war kein Argument. Er war nicht blöd! Sonst hätte ich mich niemals 3 Stunden lang mit ihm unterhalten! Ich wollte gerade etwas erwiedern, da sprach Karen schon das aus, was ich dachte: ''Er ist nicht blöd, nur betrunken. Sei nicht so fies, Muc ist echt nett!'' Danke Karen. In diesem Moment hätte ich sie am liebsten ganz fest umarmt. Ich drehte mich zu Muc und dieser sah mich fragend an. ''Und, was meine ich?'' Völlig verwirrt, blickte ich zu Karen. ''Weißt du was er meint?'' Allgemeines Lachen. ''Muc, ich hab keine Ahnung wovon du redest.'' - ''Ja, das musst du rausfinden.'' - ''Achso, okay.'' Im nächsten Moment hatte er sich zu mir runter gebeugt und mich umarmt. Sein warmer, alkoholisierter Atem an meinem Hals. Seine Hände um meinen Körper. Zehntausend Gedanken schossen mir durch den Kopf und Gefühle überschlugen sich. Hör auf! Küss mich! Lass' mich los. Halt mich fest! Doch noch ehe ich in die Gesichter der Anderen sehen konnte, wie sich mich anstarrten, erklang Muc's Stimme. ''Neeein, du bist viel zu jung.'' Er grinste. Ich grinste. Unterschied: Sein Grinsen war echt, meins war fake. Wie ein Messer, waren seine Worte. Obwohl es die Wahrheit war. Nur die Wahrheit. Doch ich wollte sie nicht wahr haben. Er lies mich los und ich verließ ohne ein weiteres Wort den Raum. Die Gesichter der Anderen wollte ich erst gar nicht mehr sehen.
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